zunehmende regression

(via x-berg)

angesichts von Jürgen Elsässers jüngsten ergüssen zur Lafontaine und WASG-apologie fällt es mir verdammt schwer, Jürgen Elsässer keine kollision mit einem schweren stumpfen gegenstand zu wünschen. ach was, ich tu’s *)

sätze wie

Der Fordismus war vor allem ausländerfeindlich, der Neoliberalismus ist vor allem inländerfeindlich (wobei, um es noch einmal zu betonen, unter Inländer auch die hier lebenden Arbeitsimmigranten zu fassen sind)

möchte ich ja eigentlich fast nur noch pathologisch verstanden wissen. das abrutschen einer nicht gerade kleinen anzahl der exponiertesten mit-90er antideutschen zu hundsgemeinen deutschen deppen (wenn auch unter unterschiedlichen bannern) kommt aber teilweise vielleich gar nicht so überraschend. bei genauerer betrachtung finden sich da so einige rote fäden. so setzt elsässer mit

Wenn ein paar albanischen Drogendealern oder anderen UCK-Kriminellen ihre Sozialhilfe hierzulande entzogen würde und sie ersatzweise wieder im Kosovo ein Auskommen finden oder – noch besser – in einem Belgrader Gefängnis Tüten kleben müßten, wäre das doch eigentlich eine feine Sache, oder?

eigentlich nur seine albaner-fresser-linie aus alten konkret-tagen fort.

was sich auch wieder bahn zu brechen scheint, ist die alte begeisterung bewegungslinker für das volk:

Was not täte, wären Konzepte gegen diese Inländerfeindlichkeit, Konzepte zur Gewinnung der Normalos. Lafontaine hat dazu einiges vorgelegt, das man mit Gewinn einer sozialistischen Kritik unterziehen könnte. Doch dazu müßte man sich erst einmal auf diese Schwerpunktsetzung einlassen – anstatt weiter die Steckenpferde aus dem linken Kindergarten der neunziger Jahre zu reiten.

die dichotomie „innen“ (bevölkerung) gegen „aussen“ (der rest) wird ohne auch nur mit der wimper zu zucken übernommen. und mit was für „konzepten“
für „normalos“ gedacht ist, möchte ich eigentlich gar nicht mehr wissen.

*) und hier sei der name des blogs nicht programm, die zeile „I was only joking/ when I said by rights you should be/ bludgeoned in your bed“ aus dem gleichnamigen song gilt hier nicht