Archiv für Oktober 2005

pause

wie wahrscheinlich von euch schon gemerkt: ich mache pause. leben, uni und so. und meine internetsucht loswerden. bis denn

eine deutsche kleinstadt

zufällig über den festungshaft-artikel der deutschsprachigen wikipedia auf die seiten der “ Bürgervereinigung zur Erforschung der Landsberger Zeitgeschichte“ gestossen. zahlreiche texte beleuchten da höchst eindrucksvoll den umgang der bayrischen provinz mit ihrer geschichte. die ehemalige „hitlerstadt“, in deren festung der zukünftige führer „mein kampf“ schrieb, versucht sich als ein „ein Ort wie jeder andere“ zu geben. wer die idylle stört, wird schon mal als nestbeschmutzer aus dem job gemobbt. nicht uninteressant

beobachtung

letztes jahr im sommer, anlässlich eines fußball-länderspiels, stellte ich spontan die these auf, dass sich die größe der fahne reziprok zum iq des trägers verhält. frage mich gerade, ob sich das auf weblogs und israelfahnenbildchen übertragen ließe

denkwürdige dialoge I

noch ein beginn einer serie. großartiger dialog jedenfalls, hat meinen abend sehr bereichert, an der kasse eines kinos mitbekommen:

a, gerade aus dem saal kommend: „hey, „broken flowers“ ist ja auf englisch mit deutschen untertiteln“

b, etwas genervter kassierer/vorführer: „ja, das war in den letzten paar jahren bei jedem jim jarmusch-film so, dass der in der originalsynchrofassung lief“

a: „aber ich geh‘ ins kino, um mich zu entspannen“

b: „eventuell sollte man sich da besser eine lavalampe zulegen“

webjunkie

ein wirklich untrügliches zeichen dafür, dass ich schon viel zu viel zeit im internet verbracht habe, ist, dass mir vorgestern jemand die homepage einiger seiner mir unbekannten freunde zeigte, und ich direkt sagen konnte:

oh, die kenn‘ ich schon. bin vor monaten durch google auf das Lords of Chaos-review gestossen

ich denke, ich sollte wirklich weniger surfen. aber es könnte schlimmer sein, heroin zum beispiel. und einige der highlights der seite hatte ich noch gar nicht gesehen, das hier zB. und vorher hab‘ ich sogar noch einen echten, nicht-virtuellen lebendigen rotbauchigen molch gezeigt bekommen – sogar im freien!