freund & feind

schon letzte woche nervte mich ja das transparent „kein frieden mit den feinden israels“ auf der gegendemo gegen die npd-mahnwache in bochum. und auch der bei nada verlinkte text passt mir nicht so recht. warum? nun, weil die gleichen leute, die sonst immer uneingeschränkt solidarisch sein wollen, damit implizit Israel etwas abverlangen, nämlich im dauerkriegszustand weiter zu leben. Israel hat schon häufiger frieden mit seinen feinden geschlossen – nicht unbedingt zu seinem schaden. und Sadat hatte noch 6 jahre vorher öffentlich verkündet

They were the neighbours of the Prophet in Medina….But in the end they proved that they were men of deceit and treachery, since they concluded a treaty with his enemies, so as to strike him in Medina and attack him from within…. They are a nation of traitors and liars, contrivers of plots, a people born for deeds of treachery.

was soll also diese (unbeabsichtigte) politikberatung? sonst heißt es doch auch immer, dass israel (wer da eigentlich? die mehrheit? die regierung? olmert?) schon am besten wüsste, was „es“ zu tun habe (was übrigens auch schon eine ganz komische logik ist). dann bitte auch konsequent sein!


13 Antworten auf „freund & feind“


  1. 1 ehud 14. August 2006 um 15:16 Uhr

    Wie wäre es denn mit : Isos, haltet’s Maul zu Israel!?

  2. 2 bigmouth 14. August 2006 um 15:40 Uhr

    wer sind Isos? Israelsolidarische?

  3. 3 Classless Kulla 14. August 2006 um 23:31 Uhr

    Ich hielt diesen Slogan auch eher als Verneinung der artikulierten Friedensforderungen für sinnvoll.

  4. 4 nada 15. August 2006 um 3:08 Uhr

    ich denke genau so war er gedacht

    (isos hihi..:)

  5. 5 bigmouth 15. August 2006 um 12:31 Uhr

    das transparent wird aber, wenn meine erinnerung nicht trügt, seit mindestens einem jahr v demo zu demo geschleppt

  6. 6 nichtidentisches 11. September 2006 um 14:53 Uhr

    Ja, wie auch immer, gelle?
    Nur zu dumm, dass Israel nie aus freien Stücken Frieden oder Waffenstillstand machte, sondern stets von einem übelriechenden Konsortium aus Frankreich, Russland und anderen dazu gezwungen wurde. Kaum hatte Israel mal seine Feinde in der Mangel, stellten die USA die Unterstützung ein, während die Ägypter eine Antonow nach der anderen reingebuttert bekamen, prall gefüllt mit russischen t-38. Kaum hatten sie nun die Hisbollah einigermaßen am Haken, nölte die Weltgemeinschaft einschließlich Rice von unebdingtem Waffenstillstand. Die Folgen sind ja derzeit zu besichtigen.

  7. 7 http://myblog.de/nichtidentisches 13. September 2006 um 12:32 Uhr

    „nicht unbedingt zu seinem schaden“…
    anscheinend doch, sonst würde es sich nicht in dieser Form gegen es wenden. Der Sinai war schon ein gewaltiges Opfer und nach Meinung der Friedensnazis wäre es angebracht, den Palästinensern und der Hisbollah zu geben, was sie wollen, nämlich Tel Aviv, Haifa, den Negev…

    Bislang hat Israel noch jeden Krieg gegen seinen Willen und gegen seine strategischen Vorteile beenden müssen. Weil die USA und Europa immer aufs neue Muffensausen bekamen, dass die arabs irgendwie abloosen und dann so was wie Weltfrieden in Miniatura herrschen könnte…

  8. 8 nager 14. September 2006 um 0:30 Uhr

    @ nichtidentisches
    1. Was sind „Friedensnazis“ (sorry, kenne mich in Deinem Sprech nicht so aus)?
    2. Wenn die „arabs irgendwie abloosen“, also sterben, weil ein Staat das Gebiet, auf dem sie leben, ihnen nicht als „Opfer“-Gabe überlassen mag, dann ist genau das Deiner Ansicht nach richtig? Das ist dann der Weg zum „Weltfrieden in Miniatura“?
    3. Und warum zum Geier sollten ausgerechnet Europa oder die USA was gegen die paar toten „Arabs“ haben?
    4. Isses ja wohl scheißegal, ob Israel einen Krieg „gegen seinen Willen“ beendet (eh recht abstrakt, das ganze). Hauptsache vorbei.

  1. 1 ckzpynhu Trackback am 05. Oktober 2006 um 11:26 Uhr
  2. 2 qazqzzeby Trackback am 30. November 2006 um 23:33 Uhr
  3. 3 nwsuojyrw Trackback am 08. Januar 2007 um 19:17 Uhr
  4. 4 hmlnhhv Trackback am 11. Januar 2007 um 9:02 Uhr
  5. 5 jydkwservf Trackback am 13. Januar 2007 um 8:14 Uhr
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