endlich mal was über sex (wenn auch nicht meinen)

die autorin eines der beiden sex-blogs, die ich linker hand verlinke, hat ein buch herausgebracht, in dem sie ihren bloginhalt verarbeitet hat (cover & amazon-link rechts unten). ihr blog war auch ziemlich populär, und das buch scheint ein grosser erfolg zu sein, was mich freut. aber ihre anonymität ist der britischen yellow press natürlich nichts wert, und frauen, die so über ihr sexleben schreiben, gehören in den augen der redakteure ja auch gekreuzigt. seit zwei wochen ist ist „Abby Lees“ leben also einigermassen drunter und drüber, und sie ist berechtigterweise verdammt sauer. ihre antwort besteht aus einem artikel im independent und einem interview im Guardian, und beides finde ich recht interessant. der implizite politische anspruch, den so ein blog mit dieser thematik in dieser gesellschaft für eine frau automatisch mit sich bringt (auch ein grund, warum ich das überhaupt verlinke), ist ihr nämlich klar bewusst:

I did think, all along, that maybe the women who would read Elle, or whatever, would pick up the book thinking it was chick-lit, and get politicised. That was always my hope, to have a political subtext in there, packaged up. A spoonful of sugar, you know … Feminism has such a bad reputation, and it’s seen as so unpalatable. How could you get it on the front page of anything?

(quelle)

vielleicht ist dieser ansatz, der ja für 3rd-wave-feminismus nicht gerade ungewöhnlich ist, zum scheitern verurteilt, weil er doch noch recht viel affimiert, und sich leichter gesellschaftlich einspannen lässt. weil radikal ist er eher gar nicht. aber vielleicht ist das immer noch das erfolgsversprechende, was zur zeit so möglich ist. und interessant zu lesemn isses auf jeden fall.


1 Antwort auf „endlich mal was über sex (wenn auch nicht meinen)“


  1. 1 mr. schlaflos 23. August 2006 um 22:00 Uhr

    mhmh, natürlich ist es abartg, wie wenig die britische presse auf persöbnlichkeitsrecht rücksicht nimmt, allerdings muss ich ehrlich sagen, das dies nun nicht als sexistisch von der presse zu wertn ist, das sie es eben AUCH in diesem fall taten.
    Die yellow press in groß britanien greift immer in die unterste schublade um sich möglichst interessant zu machen und dies eben auch ohne rücksicht auf verluste. Da zählen nr verkaufszahlen und so traurig auch dies ist, aber das meiste verkaufen die, mit den geringsten hemmschwellen

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