kulla, darkwave

viel samstagabend:

zuerst war ich mit sammelsurium, prometoys und – wie dort festgestellt – jens vom bildschirmarbeitsplatz beim von tofuwurst veranstalteten kulla-vortrag im ödesten essener südwesten. classless‘ zeilen kann ich nur bestätigen – schon putzig, wie die örtliche jungantifa-isf-fankurve mit verweis auf angeblich „materialistische kritik“ mal glatt leugnete, dass es überhaupt jemals ein legitimes interesse daran geben könnte, die handlungen von einzelpersonen in den vordergrund von analysen zu rücken. eigentlich schönster histomat, nur antideutsch gewendet – eine kontingenz findet nicht statt. und wie man ohne verschwörungstheorien al kaida & 9/11 deuten soll, verstehe ich auch nicht – hat da der weltgeist das flugzeug entführt?

anschliessend nach erhellenden straßenbahn-gesprächen döner & alkohol in der essener innenstadt. die rudel junger normalos, die ich nachts immer in der sbahn sehe, halten sich offenbar in vorher in schicken innenstadtbars auf, wo absurderweise best-of-90s-dancefloor-scheiben laufen. ich hätte ja nicht gedacht, Whigfield noch mal irgendwo in der öffentlichkeit zu hören:

weiter ging’s nach bochum langendreer-west. da hab‘ ich im laufe des jahres 2002 so was ähnliches wie tanzen gelernt, idR auf einer sehr netten batcave/punk/wave/goth rock-party, der Pagan Love Songs, die gestern ihren letzten termin hatte (DJ zieht nach berlin, war ja klar – „überhaupt zieh‘n jetzt einige da hin“). ich war bestimmt seit 1,5 – 2 jahren nicht mehr da. es war sehr voll, und ich hatte überraschend viel spaß, habe darüber aber glatt verpeilt, mit irgend jemanden von meinen bekannten dort mehr als 3 minuten zu reden. ich hatte glatt vergessen, warum ich dort nicht mehr hingegangen bin: weil ich bei der art zu tanzen immer in leute reingerannt bin. wenn alle leute auf der tanzfläche ständig 1,5m vor /1,5 m zurück gehen, ist das bei meinem koordinationsvermögen eine echte herausforderung. aber musikalisch war es sehr nett – endlich mal wieder Transmission v Joy Division im club gehört. und zwei mal the smiths…


10 Antworten auf „kulla, darkwave“


  1. 1 Tioum 14. Januar 2007 um 16:58 Uhr

    Histomat =/= historischer Materialismus
    Histomat = Dogmatisierung eines undialektischen Verständis von Geschichte zu einem Lehrsatz

    Musste gesagt sein.

  2. 2 bigmouth 14. Januar 2007 um 18:31 Uhr

    du willst also historischen materialismus als konzept retten? da bin ich aber gespannt…

  3. 3 tofu 14. Januar 2007 um 19:04 Uhr

    Öhm…Westen, Essener Westen. Mit süden hatte das mal garnichts zu tun… ;)
    Nebenbei, Du hättest Dich aber auch mal kurz bemerkbar machen können, hattest mir nämlich noch eine „Diskussion ohne Anfassen“ versprochen… :P

  4. 4 Claszlesz 14. Januar 2007 um 19:13 Uhr

    Histomat = Dogmatisierung eines undialektischen Verständis von Geschichte zu einem Lehrsatz

    Was ist denn ein dialektisches Verständnis von Geschichte und was ist an Lehrsätzen schlecht?

  5. 5 bigmouth 14. Januar 2007 um 21:58 Uhr

    die betonung leigt da ja wohl auf dogmatisierung…

  6. 6 Claszlesz 15. Januar 2007 um 0:03 Uhr

    Na gut…wobei dann Lehrsatz und Dogmatismus schon doppelt sind…aber seis drum: was ist das Problem an Dogmatisierung und wo macht sich die am histomat fest?

  7. 7 bigmouth 15. Januar 2007 um 1:57 Uhr

    ne, wo könnte dogma nur ein problem sein… troll‘ dich

  8. 8 Tioum 15. Januar 2007 um 3:22 Uhr

    Als wenn du an Klärung interessiert wärst, werter Herr Claszlesz. Lesen sie doch die Thesen zu Feuerbach, aber das haben sie doch bestimmt schon getan.

    c0unt: Dann sei mal gespannt. Wobei «Konzept» etwas eigenartig anmutet.

  9. 9 classless 15. Januar 2007 um 17:44 Uhr

    Sollte jetzt jemand glauben, ich würde solche blöden Fragen stellen oder ist es nur einfach ein so naheliegendes Pseudonym?

  10. 10 Claszlesz 15. Januar 2007 um 21:40 Uhr

    @ Bigmouth:

    kannst es offenbar nicht erörtern, oder?

    @ Herr Tioum:

    sorry, aber sie verwechseln mich mit bigmouth. ich habe gar nichts über den histomat wissen wollen, sondern, was „Dogmatisierung eines undialektischen Verständis von Geschichte zu einem Lehrsatz“ bedeutet. verstehe ich es richtig, dass ich das bei den thesen zu feuerbach finde, oder meinten sie eher bigmouth mit dem lesehinweis?

    @ classless
    nein, du gibst tatsächlich nur blöde Anworten, wie man an deinem blog sieht.

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