„wenn ihr euch meiner argumentation nicht anschliesst, argumentiert ihr antisemitisch!“

so könnte man waitys botschaft an die leserschaft am ende des textes zusammenfassen. vorher erklärt waity uns aber noch, warum Jüd_innen als Bürger_innen

folgerichtig und notwendig, also legitim

einer

potentiell rassistische[n] Wahrnehmung

unterliegen, also notwendig schrott erzählen, und warum das in derem fall ok geht. weil: 2. auschwitz verhindern und so.

ganz sicher bin ich mir nicht, was mir

dabei hängen sie denselben Ideologien an wie jede Bürger_in: Sexismus, Rassismus, Nationalismus usw.

mitteilt: sind linksradikale keine bürger mehr? oder sind wir alle – in unserem unterbewusstein oder bodymind oder wo auch immer – eigentlich doch ganz doll rassistisch, nationalistisch und sexistisch, ohne das zu merken, bzw es wahr haben zu wollen? oder merkt waity das jeden tag, und hält das aus? und wie groß muss ich potentiell bedroht sein, damit diese einstellung zu haben bzw propagandistisch zu verwursten

folgerichtig und notwendig, also legitim

wird? wie beurteile ich das? gilt das auch für inder und pakistanis?

auch imaginiert sich waity im beitrag Jüd_innen zu ideelen anti-antisemiten, denen antisemitismus & israel offenbar so wichtig sind wie dem durchschnitts-AD. ob das empirisch stimmig ist, da würde ich zweifel anführen, das einzig mir persönlich bekannten individuum jüdischer herkunft ist eine advantgarde-black metal-sängerin, die bei „demo“ wohl eher an plattenvertrag als an ahmanijad denkt. ob es sinnvoller ist, in frankfurt im regen rumzulatschen, oder um 2 uhr nachts im proberaum an merkwürdiger musik rumzufeilen, sei dem leser überlassen


19 Antworten auf „„wenn ihr euch meiner argumentation nicht anschliesst, argumentiert ihr antisemitisch!““


  1. 1 fitzcarraldo 02. Februar 2007 um 0:06 Uhr

    oder sind wir alle – in unserem unterbewusstein oder bodymind oder wo auch immer – eigentlich doch ganz doll rassistisch, nationalistisch und sexistisch, ohne das zu merken, bzw es wahr haben zu wollen?
    vielleicht nicht ganz doll. tendentiell aber schon. aber das ist ein punkt den du seit jahren nicht verstehen willst.

  2. 2 Lathandir 02. Februar 2007 um 0:58 Uhr

    Na, der gute waiting wird sich doch aber sicherlich nichts ausnehmen, oder?

  3. 3 dissensprinzip 02. Februar 2007 um 1:18 Uhr

    ich hoffe mal, ich nutze die richtigen tags zum zitieren:

    [QUOTE]mitteilt: sind linksradikale keine bürger mehr? oder sind wir alle – in unserem unterbewusstein oder bodymind oder wo auch immer – eigentlich doch ganz doll rassistisch, nationalistisch und sexistisch, ohne das zu merken, bzw es wahr haben zu wollen? oder merkt waity das jeden tag, und hält das aus?[/QUOTE]

    meinst du denn – um mal verkehrt herum zu fragen – dass du dir im bekenntnis zum „linksradikal-sein“ jegliche rassifizierende/ethnifizierende oder auch sexistische denkform abgewöhnt hast? spielen da nicht auch deutlich gesellschaftliche (bürgerliche) realitäten mit hinein? werden die urplötzlich „abgebaut“ sobald bloß der wille da ist?

  4. 4 fitzcarraldo 02. Februar 2007 um 1:23 Uhr

    und wen die antwort ja wäre?
    was hättest du dann genialistisch festgestellt?
    einen widerspruch?
    ist dir schon mal aufgefallen, dass man immer mal wieder auf widersprüche stösst die sich nicht so einfach mal auflösen lassen?
    denk mal drüber nach!

  5. 5 fitzcarraldo 02. Februar 2007 um 1:29 Uhr

    @dissenz
    das ging an lathandir

  6. 6 Tioum 02. Februar 2007 um 4:31 Uhr

    Das eigentlich so jehnseitig, dass ich mich nichtmal mehr darüber ärgern kann.
    Sollen die doch in ihren Blogs so nen Blödsinn schreiben, ich kümmer mich bestimmt nicht drum.

  7. 7 w 02. Februar 2007 um 6:03 Uhr

    Ok, ich bin betrunken, aber: bigmouth, du nervst mit deiner Oberschlaumeierei. Und jenseitig schreibt sich ohne h, Tioum.

    Und was wollt ihr überhaupt, beruht die bürgerliche Gesellschaft nicht auf Rassismus und Nationalismus? Wohl doch. Und wenn das so ist, wie setzen die sich denn durch – durch Bullen und Armee, oder nicht auch durch die Subjekte, die den Scheiss sich reinfahren und ihren Mitmenwschen gegenüber vertreten? Und wer behauptet, dass Linksradikale da außen vorstehen – der einzige Unterschied ist erstmal, dass letztere eben den Anspruch haben, mit dem Scheiss zu brechen, was die Bürger_in eben nicht hat. Ob sie dem Anspruch gerecht werden oder nicht ist eine ganz andere Frage, meistens natürlich nicht. Ich zb präferiere aussehenstechnisch relativ schlanke gegenüber korpulenten Rollifahrerinnen, und fasse mir manchmal schneller an den Geldbeutel, wenn ich im Gedränge von hinten eine mir fremde Sprache statt Deutsch oder Englisch höre …
    Außerdem würde ich mal gerne wissen, ob ihr euch genauso aufregen würdet, wenn es um Migrant_innen ginge, die gegen Abschiebungen idR auch nur beknackte Argumente fahren – wir arbeiten seit 20 Jahren hier und zahlen Steuern, wir sind keine Kriminellen, die Türken (wahlweise: Marrocs, Araber…) sind viel schlimmer, schiebt die doch ab … – und trotzdem natürlich gegen die Bundespolizei und sonstige rassistische Zumutungen zu verteidigen sind.
    Und, um das Wort Und zum 8. Mal zu benutzen, natürlich gibt es auch völlig unpolitische oder den Antisemitismus ignorierende Juden (auch eine legitime Strategie, also Verdrängung), aber zum einen war nichjt von denen die Rede, zum anderen stellen sie doch die Minderheit, weil der Antisemitismus eben so tief in eigene Sozialisation, Familienstruktur, Kultur, Alltag usw eingeschrieben ist

  8. 8 w 02. Februar 2007 um 6:05 Uhr

    ach ja, bigmouth: ist dir schon mal aufgefallen dass du in den letzten wochen primär über/gegen ads bloggst und dabei auch nicht mehr vor judenwitzchen (klar, ist ja nicht so gemeint…) zurückschreckst?

  9. 9 nachdenklich 02. Februar 2007 um 8:09 Uhr

    ach ja, bigmouth: ist dir schon mal aufgefallen dass du in den letzten wochen primär über/gegen ads bloggst

    Das scheint am meisten weh zu tun. Autsch!

  10. 10 frau holle 02. Februar 2007 um 9:44 Uhr

    „aber: bigmouth, du nervst mit deiner Oberschlaumeierei. Und jenseitig schreibt sich ohne h, Tioum.“

    realsatire?

    „Und was wollt ihr überhaupt, beruht die bürgerliche Gesellschaft nicht auf Rassismus und Nationalismus?“

    Nein, beruhen ganz sicher nicht.

  11. 11 bigmouth 02. Februar 2007 um 13:51 Uhr

    worum es mir ging: was für eine kategorie soll denn „bürger“ hier bitte sein? wer fällt denn da drunter, und wer nicht?

    na, und die notwendigkeit leuchtet mir auch nicht ein, da widersprechen auch empirische daten, zB die heitmeyer-studie. einer notwendigkeit kann man nicht entkommen, das gelingt da aber bei den meisten bewussten gruppenvorurteilen immerhin glatt nem drittel. so notwendig kann das dann nicht sein…

    auch bügelt das differenzen glatt: es gibt ja nun mal ausprägungen dieser ideologien (wenn man sie so bezeichnen möchte) in ganz verschiedenen graden.

    ich wollte aber eh noch mal was zu vorurteilen schreiben, und wie unbewusst fortwirken können, dazu gibt es auch ganz interessante empirische forschung

    und natürlich muss waity wieder psychologisieren: wenn juden antisemitismus nicht so wichtig nehmen wie waity selbst, dann „verdrängen“ sie gleich…

    ADs sind uA deswegen mein ziel, weil ich bei leuten wie differenzprinzip und waity einfach behebbare fehler und missverständnisse sehe, bei werner pirker nicht. simpel.

    was waity mit judenwitzchen meint, hätte ich dann auch gerne erklärt…

    und zur demo habe ich mich noch nicht geäussert, ich bin immer auf einer metaebene geblieben, und da geht es um die frage, ob es sinnvoll ist, Jüd_Innen aus der kritik zu nehmen, zu israel die klappe zu halten usw

  12. 12 der kleine Unterschied 02. Februar 2007 um 14:26 Uhr

    “ oder sind wir alle – in unserem unterbewusstein oder bodymind oder wo auch immer – eigentlich doch ganz doll rassistisch, nationalistisch und sexistisch, ohne das zu merken, bzw es wahr haben zu wollen? “

    Problematisch wirds, wenn das Rechtfertigung hergenommen wird, solche Einstellungen auszuleben und jeden Wunsch/Versuch zur Veränderung zu diskreditieren. Damit rechtfertigt z.B. ein Teil der ADs ihren Antira-Hass.

    Zweitens negiert eine solche Herangehensweise eben die signifikanten Unterschiede in Einstellung und Verhalten, die es in der Bevölkerung gibt. Unglaublich, aber war: manche hassen Muslime, Juden, Homosexuelle & Co so sehr, dass sie die gern umbringen möchten – andere dagegen so wenig, dass sie Verfolgte in Schutz nehmen. Das zu verwischen ist einfach Blödsinn.

  13. 13 fitzcarraldo 02. Februar 2007 um 14:31 Uhr

    na, und die notwendigkeit leuchtet mir auch nicht ein, da widersprechen auch empirische daten, zB die heitmeyer-studie. einer notwendigkeit kann man nicht entkommen, das gelingt da aber bei den meisten bewussten gruppenvorurteilen immerhin glatt nem drittel. so notwendig kann das dann nicht sein…

    genau: die 30 prozent sind wissenschaftlich zertifizierte anti-rassisten! ich würde vermuten, dass sie beim scoring lediglich unterhalb eines gewissen schwellenwertes lagen.

  14. 14 w 02. Februar 2007 um 15:03 Uhr

    „worum es mir ging: was für eine kategorie soll denn “bürger” hier bitte sein? wer fällt denn da drunter, und wer nicht?“

    ganz kurz und schematisch: die subjekte der bürgerlichen/kapitalistischen gesellschaften, die nicht auf ihre emanzipat. überwindung setzen

    „na, und die notwendigkeit leuchtet mir auch nicht ein, da widersprechen auch empirische daten, zB die heitmeyer-studie. einer notwendigkeit kann man nicht entkommen, das gelingt da aber bei den meisten bewussten gruppenvorurteilen immerhin glatt nem drittel. so notwendig kann das dann nicht sein…“

    wieder typisch für deine wissenschaftsgläubigkeit. als ob sich rassismus nur dann bescheinigen ließe, wenn jmd offen seine verachtung von migranten gegenüber einer fremden person (=interviewer) eingesteht.

    „auch bügelt das differenzen glatt: es gibt ja nun mal ausprägungen dieser ideologien (wenn man sie so bezeichnen möchte) in ganz verschiedenen graden.“

    ja, das stimmt, tendenziell ist die akademische mittelschicht eben toleranter und ausländerfreundlich wg döner und pizza, arbeitslose oder unterschicht mehr ausländerfeindlic wg arbeitsplätze, dt. frauen, dt. wein usw. also: die intensität und bedeutung des rassismus für die einzelnen hängt auch stark von deren position im sozialen gefüge ab und wie sehr man sich etwa dem konsum von differenz/exotik widmen kann, grundsätzlich gleich bleibt aber das paradigma deutsche/ausländer. wobei letzere grenze immer wieder neu verhandelt wird (gerade befinden wir uns ja in einer solchen phase), und es natürlich auch individuelle spielräume gibtz

    „und natürlich muss waity wieder psychologisieren: wenn juden antisemitismus nicht so wichtig nehmen wie waity selbst, dann “verdrängen” sie gleich…“

    wenn da draußen haufenweise leute unterwegs wären, die sich „bigmouth beherrscht die welt und wir müssen ihn töten“ auf die fahnen geschrieben hätten und du partout nichts davon wissen wolltest: mit welcher art von vorgang hätten wir es dann zu tun?

    „ADs sind uA deswegen mein ziel, weil ich bei leuten wie differenzprinzip und waity einfach behebbare fehler und missverständnisse sehe, bei werner pirker nicht. simpel.“

    na gut. aber: dissidenzprinzip.

    „was waity mit judenwitzchen meint, hätte ich dann auch gerne erklärt…“

    ich finde die stelle nicht mehr, in irgendeinem blog schriebst du von „jüdischen negern“. es geht nicht darum, dass du explizit judenwitze machen würdest, sondern dass solche witzeleien ein indikator sind für deine unterschätzung des ganzen komplexes, ebenso wie du oben lapidar „weil: 2. auschwitz verhindern und so“ schreibst

  15. 15 dissensprinzip 02. Februar 2007 um 19:36 Uhr

    ich antworte morgen, aber mal ganz kurz am rande: ich heiße weder „dissenz“, noch „dissidenzprinzip“ sondern „dissensprinzip“, ihr nudeln :-P

  16. 16 Lathandir 02. Februar 2007 um 19:45 Uhr

    „ja, das stimmt, tendenziell ist die akademische mittelschicht eben toleranter und ausländerfreundlich wg döner und pizza, arbeitslose oder unterschicht mehr ausländerfeindlic wg arbeitsplätze, dt. frauen, dt. wein usw. also: die intensität und bedeutung des rassismus für die einzelnen hängt auch stark von deren position im sozialen gefüge ab und wie sehr man sich etwa dem konsum von differenz/exotik widmen kann, grundsätzlich gleich bleibt aber das paradigma deutsche/ausländer. wobei letzere grenze immer wieder neu verhandelt wird (gerade befinden wir uns ja in einer solchen phase), und es natürlich auch individuelle spielräume gibtz“

    Was für ein unglaublicher Schrott! Die akademische Mittelschicht ist also plötzlich weniger nationalistisch? Nur in Deutschland oder überall? Und warum? War das immer so? Woran liegt das?

  17. 17 corrector 02. Februar 2007 um 20:34 Uhr

    “na, und die notwendigkeit leuchtet mir auch nicht ein, da widersprechen auch empirische daten, zB die heitmeyer-studie. einer notwendigkeit kann man nicht entkommen, das gelingt da aber bei den meisten bewussten gruppenvorurteilen immerhin glatt nem drittel. so notwendig kann das dann nicht sein…”

    wieder typisch für deine wissenschaftsgläubigkeit. als ob sich rassismus nur dann bescheinigen ließe, wenn jmd offen seine verachtung von migranten gegenüber einer fremden person (=interviewer) eingesteht.

    Deine Kritik trifft zwar bei der Heitmeyer-Studie tatsächlich, weil aus Kostengründen nur Interviews gemacht und nicht mal projektive Fragen gestellt wurden. Tatsächlich sind die Testmethoden in Soziologie&Psychologie natürlich schon immer viel weiter. Adorno&Co haben damals beim Autoritären Charakter sehr viel mit projektiven Fragen gearbeitet, und das ganze dann per Einzelinterview verifiziert. Sowas ist natürlich schon teurer. Meistens scheiterts schlicht an der Machbarkeit. Teilnehmende Beobachtung an Kneipenstammtischen läßt sich im Moment leider nicht flächendeckend finazieren ;)

    ja, das stimmt, tendenziell ist die akademische mittelschicht eben toleranter und ausländerfreundlich wg döner und pizza, arbeitslose oder unterschicht mehr ausländerfeindlic wg arbeitsplätze, dt. frauen, dt. wein usw.

    Vollkommen falsch! Auf so einen Unsinn kommt man nur, wenn man die Zahlen nicht betrachtet oder absichtlich die dahinter stehenden Drittvariablen außer Acht läßt! Vergleicht man Unter/Mittel/Oberschicht bei gleichem Schulabschluss hinsichtlich Ausländerfeindlichkeit, ist diese immer in der Unterschicht am geringsten. Die unabhängige Variable ist also eher die Schulbildung. Hinsichtlich „Konkurrenz am Arbeitsplatz“ siehts auch genau andersrum aus: Je höher der Kontakt zu Migrantinnen (z.B. als Kollegen am Arbeitsplatz), um so geringer die Rassismus-Neigung. Die von Dir genannten Vorurteile werden nur ständig von Mittel- und Oberschicht wiedergekäut, um sich selbst einen Persil-Schein auszustellen. Selbst der fragwürdige Heitmeyer kommt zumindest bei der Islamophobie zu dem Ergebnis, dass sie bei den Deutschen aller Schichten gleichermaßen vorhanden ist.

  18. 18 w 02. Februar 2007 um 21:12 Uhr

    Mag sein dass meine Behauptung empirisch nicht hinhaut, ich hatte bei der Formulierung das Klischee des 68er-Pädagogen/Publizisten/Profs im Hinterkopf. Deren demonstrative Ausländerfreundlichkeit ist imho nicht weniger rassistisch als die Hetze der Bild-Zeitung gegen „faule Asylanten“.

    „Je höher der Kontakt zu Migrantinnen (z.B. als Kollegen am Arbeitsplatz), um so geringer die Rassismus-Neigung.“

    Ach komm, das ist, zumindest als Kausalrelation, doch ein Pädagogenmythos. Dann kannst du ja gleich Nazis nach Ankara schicken damit sie sehen dass Türken gar nicht alle nach Knoblauch stinken und von ihrem Herrenmenschendenken Abstand nehmen.

  19. 19 corrector 03. Februar 2007 um 1:37 Uhr

    Nix kausal, dafür gibts keine Belege. Korreliert aber. Das gilt natürlich eben gerade nicht für einen erfundenen Einzelfall, sondern für den Schnitt. Die (Rassisten)-Hypothese lautet ja immer, dass die Leute in den Ghettos „Ausländer raus“ fordern, weil sie mit den bösen Ausländern mehr Kontakt haben, und deshalb wissen „wie schlimm“ die sind. Das Gegenteil ist aber wahr: Ghettobewohner sind im Schnitt MigrantInnen freundlicher gesinnt. Daraus läßt sich auf keinen Fall ein Individual-Ansatz wie der von Dir zu Recht kritisierte Ableiten. Bei bekennenden Nazis ist es natürlich wenig Erfolg versprechend, sie mit MigrantInnen zusammen zu sperren. Mal abgesehen davon, dass man das letzteren unter keinen Umständen antuen sollte – ein Nazi hat seine Einstellung schon und sortiert alle neuen Erfahrungen dementsprechend ein, bzw. läßt keine neuen Erfahrungen zu. Um mal von der rein deskriptiven Ebene wegzukommen: Dass in der frühen Sozialisation einiges möglich ist, denk ich aber schon. Menschen, die in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Migranten nicht als „Ausländer“ von dem Rest der Bevölkerung separiert werden, werden wohl auch weniger rassistisch drauf sein.

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