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„wenn ihr euch meiner argumentation nicht anschliesst, argumentiert ihr antisemitisch!“

so könnte man waitys botschaft an die leserschaft am ende des textes zusammenfassen. vorher erklärt waity uns aber noch, warum Jüd_innen als Bürger_innen

folgerichtig und notwendig, also legitim

einer

potentiell rassistische[n] Wahrnehmung

unterliegen, also notwendig schrott erzählen, und warum das in derem fall ok geht. weil: 2. auschwitz verhindern und so.

ganz sicher bin ich mir nicht, was mir

dabei hängen sie denselben Ideologien an wie jede Bürger_in: Sexismus, Rassismus, Nationalismus usw.

mitteilt: sind linksradikale keine bürger mehr? oder sind wir alle – in unserem unterbewusstein oder bodymind oder wo auch immer – eigentlich doch ganz doll rassistisch, nationalistisch und sexistisch, ohne das zu merken, bzw es wahr haben zu wollen? oder merkt waity das jeden tag, und hält das aus? und wie groß muss ich potentiell bedroht sein, damit diese einstellung zu haben bzw propagandistisch zu verwursten

folgerichtig und notwendig, also legitim

wird? wie beurteile ich das? gilt das auch für inder und pakistanis?

auch imaginiert sich waity im beitrag Jüd_innen zu ideelen anti-antisemiten, denen antisemitismus & israel offenbar so wichtig sind wie dem durchschnitts-AD. ob das empirisch stimmig ist, da würde ich zweifel anführen, das einzig mir persönlich bekannten individuum jüdischer herkunft ist eine advantgarde-black metal-sängerin, die bei „demo“ wohl eher an plattenvertrag als an ahmanijad denkt. ob es sinnvoller ist, in frankfurt im regen rumzulatschen, oder um 2 uhr nachts im proberaum an merkwürdiger musik rumzufeilen, sei dem leser überlassen

kindesmissbrauch

(via)

gremliza mal wieder…

Warum sorgen dann die Regierungen nicht dafür, daß dieses Treiben [gemeint ist der Klimawandel] sofort beendet wird?
Sie werden dafür nicht bezahlt. Man hat sie ausgesucht und in ihre Ämter wählen lassen, damit sie die Möglichkeit, Kapital zu akkumulieren, optimieren, von jetzt auf gleich. Was nicht den den nächsten oder allenfalls übernächsten Geschäftsbericht des Vorstands schmückt, ist – in der Diktion des Kabarettisten Schmickler – für das Kapital persönlich uninteressant. […] Angela Merkel – dafür wird sie, wie gesagt, bezahlt – will dem Kapital eine noch trächtigere Variante der Akkumulation öffnen:[…]Die Götter des Gemeinsinns heißen Eon, RWE, Siemens und so fort.

ok, ich habe das polemisch zusammengestrichen. die echte kolummne liest sich weit weniger wie ein text von franz-josef wagner mit linksparteibuch. aber zur illustration meines punktes reicht es: Gremliza teilt offenbar mit großen teilen der radikalen linken eine richtig schlechte analyse des staates, wo die regierung vom „kapital“ (oder seinem vorstand) gewählt gelassen wird, und die dann direkt seine interessen durchdrückt. aua.

realsatire

der erste kommentar… haha?

sehr amüsant

unbedingt lesen solltet ihr, wie lysis & nemesis (dem ein eigenes blog gut anstehen würde) dem gewohnt ahnungslosen nichtidentischen zeigen, was diskursiv eine harke ist